100 Jahre Ackermannschule

Jubiläum mit zahlreichen Höhepunkten

Hundert Jahre Ackermannschule, ein Fest für Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde der Schule, das seine Schatten bereits eine am Wochenende vor der eigentlichen Feier in Form eines Zirkuszeltes vorauswarf. Viele fleißige Eltern, Lehrer und das Team vom Projektzirkus „La Luna“ schleppten Planen, Scheinwerfer und Bänke über den Pausenhof, bis im Laufe des Nachmittages am Ende tatsächlich ein waschechtes Zirkuszelt vom Gelände der Ackermannschule strahlte.
In der Festwoche arbeiteten die Kinder besonders eifrig. Im Klassenzimmer wurden Projekte angeboten, die den Schülern das Thema „Schule wie vor hundert Jahren“ näher brachte. So traf man in diesen Tagen im Treppenhaus Schüler, die Kleidung aus der vergangenen Zeit zur Schau stellten, andere versuchten sich an Spielen, die jenseits von Handys und Tablets vor hundert Jahren im Trend waren. Außerdem konnten die Schüler selbst Spielzeug bauen und stapften nach getaner Laubsägearbeit mit ihren bunten Spielzeug-Enten über den Schulhof. Eine andere Gruppe nahm sich der „höchsten Gebäude in den letzten hundert Jahren“ an und bastelte diese aus Pappmaché, um der zeitlichen Dimension eine visuellen Anker zu geben. Auch Schreiben mit Griffel und Schiefertafel durfte beim nachempfundenen bei den neugierigen Kindern nicht fehlen.
In den Zwischenzeiten übten die Kinder fleißig in der Manege oder der Turnhalle für die anstehende Zirkusaufführung. Denn nicht Tiger, Elefanten und Kamele sollten bei der Zirkusvorstellung die Stars sein, sondern die Schüler, die bereits in den Proben fleißig schwitzten und lernten, um den Zirkus zu einem Publikumsmagneten zu machen.
Am Jubiläumstag entwickelte sich ein würdiges fest. Neben zahlreichen Freunden der Schule, die als Lehrer, im Elternbeirat oder Förderverein hundert Jahre Ackermannschule mitgeprägt haben, nahmen auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann an den Feierlichkeiten teil. Zunächst durften sie nach einer kurzen Verköstigung mit lokalen Spezialitäten, die vor hundert Jahren auf den Teller kamen, die Schule Besuchen und einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung werfen.
Kultusminister Alexander Lorz zeigte sich beeindruckt von der integrativen Arbeit an der Ackermannschule. Auch Peter Feldmann freut sich, dass „besonders die Sprach in der Ackermannschule gefördert wird, denn sie ist die Basis für die Integration in unsere Stadt.“
Den Höhepunkt der Feierlichkeiten lieferten dann die Schüler. Vor den Augen zahlreicher Eltern, Freunde, Geschwister und Lehrer brachten die Kleinen das Zirkuszelt zum Beben. Ob als Zauberer, Fakir, Taubenbändiger, Trapezkünstler, Clown, Akrobat oder Schwarzlicht-Star, alle bekamen tosenden Applaus, der weit über die Schulmauern durch den Gallus schalte. Ein angemessener Abschluss für eine hundert Jahre alte generationenprägende Einrichtung.